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MOBILEnews KW 53.09 - Schweizer senden 3 Mio. SMS-Botschaften mehr

Schweizer senden 3 Mio. SMS-Botschaften mehr
In der Schweiz werden immer mehr Neujahrswünsche mit dem Handy übermittelt. Am 31. Dezember und am 1. Januar hat die Bevölkerung mehr als 110 Millionen SMS und MMS verschickt. Dies waren über 3 Millionen Botschaften mehr als vor einem Jahr - ein neuer Rekord.
Beim Branchenleader Swisscom verschickten die Kundinnen und Kunden fast 50 Millionen Textnachrichten und Bildbotschaften, 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Swisscom-Sprecher Olaf Schulze äusserte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA positiv überrascht über das Resultat angesichts wachsender Konkurrenz wie Facebook oder Skype.
An Weihnachten über 68 Mio. Botschaften
Die Sunrise-Kundschaft verschickte am Jahreswechsel rund 31,5 Millionen Botschaften per Mobiltelefon, etwas mehr als vor einem Jahr. Davon waren 1,9 Millionen MMS, wie Sunrise-Sprecherin Sevgi Gezici ausführte.
Bei Orange gab es laut Sprecherin Marie-Claude Debons ebenfalls einen leichten Anstieg, und zwar auf insgesamt rund 29,4 Millionen SMS und MMS. Etwa die Hälfte davon wurde am 31. Dezember übermittelt, die andere Hälfte am Neujahrstag.
Bereits an Weihnachten war der bisherige Rekord gefallen. Am 24. und 25. Dezember verschickte die Schweizer Bevölkerung insgesamt 68,5 Millionen Weihnachtsgrüsse in Form von SMS oder MMS - rund 2,5 Millionen mehr als an Weihnachten 2008.

Rückblick 09: Die Jagd auf das iPhone geht weiter
Immer mehr Hersteller haben im Jahr 2009 eine Smartphone-Antwort auf das iPhone gesucht. Palms zu Jahresbeginn als potenzieller iPhone-Killer präsentierts Pre (siehe: http://pressetext.com/news/090109002/) konnte diesem Anspruch letztlich nicht genügen. Auch andere Anbieter wie HTC oder Sony Ericsson mussten einsehen, dass das Apple-Gerät nach zweieinhalb Jahren immer noch als Maßstab in puncto Usability gilt. Immerhin kommt Googles Android nach einem trägen Start Ende 2008 nun langsam in die Gänge.
Android ist mit ein Grund, warum Analysten im Smartphone-Bereich mittelfristig einen Sieg für Open Source vorhersagen (siehe: http://pressetext.com/news/091009003/). Doch auch Nokia ist dafür mitverantwortlich. Denn der Handymarktführer setzt seit diesem Jahr auf eine quelloffene Zukunft für Symbian und auf die eigene Linux-Variante Maemo.
Ökoenergie im Trend
Im Jahr des Klimagipfels in Kopenhagen war selbstverständlich auch Ökoenergie ein Trendthema und das nicht zuletzt beim Auto. Elektro- und Hybridfahrzeuge sind dabei nicht nur bei den Autobauern stärker in den Vordergrund und in Richtung Serienreife gerückt. Auch Energieversorger befassen sich verstärkt mit Anforderungen und Potenzialen elektrifizierter Autos. RWE hat bereits heute die E-Tankstellen von morgen präsentiert (siehe: http://pressetext.com/news/090819032/).
Aufwind haben auch neue und effizientere Ansätze, bei denen etwa Sonne, Wind und Wellen zur Stromgewinnung genutzt wird. Gerade auf den britischen Inseln wird intensiv an Wellenkraft-Lösungen wie beispielsweise der Anaconda (siehe: http://pressetext.com/news/090506037/) geforscht. Solarzellen wiederum haben dieses Jahr auch das Handy erobert und setzten nicht zuletzt dank Alternativen zu Siliziumzellen zum Sprung in immer mehr Anwendungsgebiete an.
E-Reader und erweiterte Realität
Bewegung kam dieses Jahr in den Markt der E-Book-Reader. Amazons Kindle sieht sich mit wachsender Konkurrenz konfrontiert. Auf der Leipziger Buchmesse etwa hat Sony seinen Reader vorgestellt (siehe: http://pressetext.com/news/090311026/), während die US-Buchhandelskette Barnes & Noble gerade "Nook" auf den Markt gebracht hat. Außerdem führt offenbar auch im E-Book-Markt kein Weg am allgegenwärtigen iPhone vorbei (siehe: http://pressetext.com/news/090609030/). Ebenso wollen Gerüchte nicht verstummen, dass Apple nächstes Jahr mit einem E-Book-orientierten Tablet einen noch direkteren Angriff plant.
Ein sich anbahnender Trend ist Augmented Reality auf Smartphones. Dabei wird per Handysoftware die reale Welt mit virtuellen Informationen überlagert. Applikationen wie etwa Layar (siehe: http://pressetext.com/news/090818023/) oder junaio sind erst vor Kurzem gestartet und stecken teils noch in den Kinderschuhen. Dennoch gibt es bereits Schätzungen, dass dieser Markt in nur fünf Jahren schon über 700 Mio. Dollar schwer sein wird. Im TV-Bereich wiederum hat sich nicht zuletzt auf der IFA Berlin 3D als nächster großer Trend abgezeichnet.

Android macht iPhone immer mehr Konkurrenz
US-Studie prophezeit weiter wachsende Marktanteile für Googles Handybetriebssystem Android.
Einer aktuellen Studie der amerikanischen Firmen comscore und Compete zufolge konkurrenziert Googles Handybetriebssystem Android immer mehr den Platzhirsch iPhone von Apple. So hätten im November bereits 37 Prozent der US-amerikanischen Handyuser von Android gehört. Dies entspricht einer Steigerung um 15 Prozent seit August. Während 17 Prozent der User, die in den nächsten drei Monaten den Kauf eines neuen Smartphones planen, sich ein Handy mit Android-Betriebssystem kaufen wollen, liebäugeln zwanzig Prozent mit einem iPhone.

Handy-Patentstreit zwischen Nokia und Apple geht weiter
Nokia legt im Patentstreit mit Apple mit einer Klage bei der US-Handelsaufsicht ITC nach. Der weltgrösste Handy-Produzent klagt den iPhone-Hersteller an, sieben Patente zu verletzen, wie Nokia am Dienstag mitteilt. Es gehe um Funktionen für Bedienung, Kamera- und Antennen-Technik sowie die Energie-Verwaltung. Nokia hatte Apple bereits Ende Oktober vor einem US-Gericht mit dem Vorwurf verklagt, der Konkurrent habe bei iPhone zehn Patente der Finnen verletzt.
Apple wies die Vorwürfe zurück und klagte vor zwei Wochen Nokia an, 13 Patente zu missachten. Dabei handelt es sich ebenfalls um diverse Techniken für die mobile Kommunikation sowie einzelne Geräte-Funktionen. Das Patent-Geflecht in der Technologie-Branche ist äusserst komplex und führt oft zu Streit. Nokia ist zwar nach wie vor mit Abstand der weltgrösste Handy-Hersteller. Apple hat sich jedoch mit seinem seit 2007 verkauften iPhone schnell eine starke Stellung bei den lukrativeren Hightech-Telefonen gesichert.

Google Phone: Ab morgen im Verkauf und schon gehackt?
"Please join us for an Android press gathering" - mit diesen Worten hat Google in den letzten Tagen etliche Tech-Blogs zu einer Pressekonferenz nach Mountain View, Kalifornien eingeladen. Diese wollen auch schon wissen, was da morgen angekündigt wird: Das vom taiwanesischen Hersteller HTC gebaute Smartphone Nexus One soll unter Google Branding in den US-Verkauf gehen. Gemäss dem Blog Gizmodo soll das Gerät in der Variante ohne Netzkopplung 530 US-Dollar kosten, wobei pro Google-Account maximal fünf Exemplare bestellt werden können. Die Option mit Zwei-Jahres-Vertrag bei T-Mobile soll für 180 US-Dollar verkauft werden. Das Gerät sei das erste mit Googles Android-Betriebssystem in der Version 2.1 und werde etliche neue Features bringen, so die Gerüchte.
Pikantes Detail am Rande: Schon vor dem offiziellen Verkaufsstart sei es gelungen, das Nexus One zu hacken, vermeldet ein Benutzer der Web-Community Modaco.com - und stellt auch gleich eine entsprechende Anleitung zur Verfügung, um vollen Administrator-Zugriff auf das Gerät zu erlangen. Ein Statement dazu von Google blieb aus.

Warnung vor Abhörung der Handygespräche
Die Gespräche mit dem Handy können mit einfachen Mitteln abgehört werden; davor warnt der Hamburger Chaos Computer Club (CCC). Er fordert die Mobilfunk-Industrie auf, dringend ihren technischen Standard für die Gesprächsverschlüsselung zu ändern. Es sei nicht mehr verantwortbar, sensible Informationen über das Handy im GSM-Netz als Gespräch oder Kurznachricht auszutauschen. Am Wochenende hatte ein Computer-Experte auf einer Veranstaltung des Clubs über das Knacken der GSM-Verschlüsselung berichtet.
Der 20 Jahre alte Verschlüsselungsalgorithmus, der von über 200 Mobilnetzen weltweit eingesetzt und von der Industrievereinigung der GSM-Mobilfunkanbieter (GSMA) vertreten wird, galt schon kurz nach seiner Einführung als theoretisch gebrochen. Auf dem 26. Chaos Communication Congress (26C3) in Hamburg wurde nun der erste praktikable Angriff vorgestellt, der mit Amateurmitteln durchführbar ist und keinen erheblichen finanziellen oder technischen Aufwand mehr bedeutet.
Heutzutage werden Mobiltelefone neben dem normalen Telefonieren auch zunehmend für neue sicherheitskritische Anwendungen wie Banktransaktionen benutzt. So ist es ohne Weiteres möglich, Waren zu bezahlen, sensible Informationen und Zutrittscodes abzurufen oder Überweisungsaufträge zu versenden - einzig geschützt durch diesen schwachen Verschlüsselungsstandard, gab der Chaos Computer Club weiter bekannt.

Immer noch viel Sparpotenzial für Schweizer Mobilfunkkunden
Die Schweizer bezahlen 1,9 Milliarden Franken jährlich zu viel fürs Telefonieren mit dem Handy. Dies hat der Vergleichsdienst Comparis in seiner jährlichen Umfrage herausgefunden. Nur gerade 4 Prozent der 5800 Handykunden telefonieren tatsächlich mit dem für sie günstigsten Produkt. Würden alle Handykunden in der Schweiz mit dem für sie günstigsten Angebot (Prepaid oder Abo) telefonieren, könnten jährlich rund 1,9 Milliarden Franken gespart werden. Im Vergleich zum Vor-jahr ist das Sparpotenzial zwar um 200 Millionen Franken zurückgegangen, die Summe ist aber immer noch riesig. Lässt man bei den Berechnungen die meist preiswerten Prepaid-Angebote ausser Acht und berücksichtigt nur die jeweils günstigsten Abos, liegt immer noch ein enormes Sparpotenzial von 1,5 Milliarden Franken brach.
„Der Boom der Smartphones schlägt sich leicht aufs Sparpotenzial nieder“, erklärt Ralf Beyeler, Telecom-Experte beim Internet-Vergleichsdienst comparis.ch, das kleinere Sparpotenzial. „Mit dem Kauf eines iPhones zum Beispiel, haben viele dieser Kunden auch auf ein anderes Abo gewechselt, mit dem das Telefonieren meistens günstiger ist als mit älteren Abos.“ Aufgeschlüsselt auf die drei grossen Anbieter im Mobilfunkbereich (Swisscom, Sunrise und Orange) ergibt sich folgendes Bild: Knapp 1,2 Milliarden Franken beträgt das Sparpotenzial bei Marktführerin Swisscom, wenn die Kundinnen und Kunden zum günstigsten Produkt wechseln würden. Bei Sunrise beträgt das Sparpotenzial 330 Millionen Franken. Bei Orange könnten die Kunden sogar 400 Millionen Franken weniger bezahlen.
Prepaid für viele eigentlich ausreichend
Drei Viertel der Handykunden würden mit einer günstigen Prepaid-Lösung am wenigsten fürs Telefonieren bezahlen müssen. Aldi Mobile ist in 55 Prozent der analysierten Fälle am günstigsten, Coop Mobile in 20 Prozent der Fälle. Erstaunlich: Auch für Kundinnen und Kunden, die das mobile Internet nutzen, ist in den wenigsten Fällen ein Abo die günstigste Wahl. Das Prepaid-Angebot von Coop Mobile mit zusätzlicher Datenoption ist in 65 Prozent der Fälle am günstigsten. „Viele Kunden haben Abos aus Bequemlichkeit: Die Rechnung wird einmal monatlich bezahlt und dem Telefonieren steht nichts mehr im Weg. Ganz im Gegensatz zu Prepaid: Anscheinend haben viele Kunden Angst, dass das Guthaben plötzlich aufgebraucht und man genau dann, wenn man müsste, nicht mehr telefonieren kann“, erklärt Telecom-Experte Beyeler. (ph) http://www.comparis.ch

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