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MOBILEnews 01.10 - Mobile-Trends 2010 / In eigener Sache

Trend #1: Dialog als Voraussetzung zu Kundenbindung
Mobile Marketing hat sich im Marketing-Mix weitgehend etabliert. Kaum eine Verkaufsförderungsaktion, bei der das allgegenwärtige Handy nicht als Interaktionsinstrument eingesetzt wird. Leider jedoch noch zu oft ohne weiterführende Permission-Anfrage und wiederkehrenden Dialog. Denn dieser führt schlussendlich zu einer messbar höheren Kundenbindung.

Trend #2: Wo die Reichweite ist, ist die Werbung nicht weit
Mobile Advertising ist seit den letzten 4 Jahren das vielzitierte Buzz-Word in der Kommunikationsbranche. Dank der rasanten Verbreitung von Smartphones mit ihren hochauflösenden, grösseren Displays und den tief(er)en Data-Flat-Rates hat die Usage der verschiedenen Medienportale im Mobile Internet signifikant zugenommen. Mit steigender Reichweite werden verschiedene Mobilesites auch für die Werbewirtschaft attraktiv – nicht zuletzt mit nach wie vor deutlich höheren Performance-Werten im CTR-Bereich.

Trend #3: Mobile Internet überholt das ‘normale’ Internet und ist schneller als DSL
Wenn nicht in diesem Jahr, dann in den kommenden zwei bis drei Jahren. Die Reichweite der Internetnutzung via mobilen Endgeräten wird den Desktop/PC-Zugriff übertreffen. Wobei die Konvergenz des Desktop und mobilen Internets zu einem einzigen Web und cloud-basierten Plattformen unaufhaltsam ist. Der Internetzugriff wird ab jedem Endgerät und Bildschirm möglich sein. Und vorbei die Zeiten, als mobile Nutzer des Internets froh waren, wieder an der DSL-Leitung zu sitzen. Modernes Web für unterwegs ist schneller als die meisten Heimanschlüsse. Mit HSPA+ können stellenweise bereits Daten mit 28 Mbit/s übertragen werden. Zudem steht mit LTE der nochmals schnellere Nachfolger schon in den Startlöchern.

Trend #4: Applikationen erweitern das Web zur AppsWorld
Apps motzen nicht nur das iPhone auf, die kleinen Programme bringen auch Zusatznutzen im Web. So bietet der Fotodienst Flickr etwas Apps zur Anbindung an Twitter. Facebook stellt Apps für Spiele bereit etc. D.h. sog. One-Touch-Applikationen treiben die digitale Revolution in die nächste Runde: Viele Apple iPhone-Besitzer können nicht mehr genug von ihnen bekommen. Apps, die es bereits in über 120‘000 Varianten gibt, sind lustige, verrückte, nützliche und unnütze Computerprogramme zugleich und stehen für den nutzerzentrierten Zugang zu Software, der Computeranwendungen verändern wird.

Trend #5: Smartphones an die Macht
Das normale Handy wird pensioniert, dem Smartphone gehört die Zukunft. Neben Symbian statten immer mehr Hersteller ihre Geräte mit Googles Android-OS aus, Samsung entwickelt gar sein eigenes sarte OS bada. Die Bedienung erfolgt zunehmend über Touchscreen-Displays.

Trend #6: Mensch-Maschine-Dialog
Richtig gut funktioniert hat die IT-Steuerung per Sprache bislang nur in Science-Fiction-Filmen. Das soll sich nun ändern: Microsoft will ab sofort verstärkt auf automatische Spracherkennung setzen. Einen Anfang machte die überarbeitete Sprachsteuerung in Windows 7 und Windows-Mobile-Geräte suchen per Sprache online auf Microsofts Bing.

Trend #7: Und, und, und …
Weitere Schlagwörter, die als zukünftige Trends erkannt werden, lauten in alphabetischer, nicht abschliessender Reihenfolge:

> Augmented Reality
> Bluetooth 3.0
> Display Technologies
> LBS
> Location Sensing
> Mobile 2.0 - 3.0
> Mobile Entertainment Content
> Mobile Gaming
> Mobile Payment / mPayment
> Mobile Search
> Mobile Social Development
> Mobile Social Networks
> Mobile User Interfaces
> Networked Urbanism
> NFC
> Nomadic Mobile Enterprises
> RFID
> Smart Agents
> 802.11n
> etc.
> usw.

Es bleibt spannend! Zu bedenken bleibt jedoch, dass technologische Errungenschaften kurzfristig oft überschätzt und langfristig unterschätzt werden. SMS brauchte 7 lange Jahre, bis es zum heutigen Massenmedium mit durchschnittlich 12 - 16 Mio. täglich verschickten Meldungen geworden ist.

Schliessen möchte ich mit einem kleinen Quote von Peter F. Drucker:

'The Best Way to Predict the Future Is to Create It'.

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